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Es war hier in den letzten Wochen auch deshalb so still, weil ich vom Rad gefallen bin. Ziemlich ordentlich. Oder zumindest so, dass der Krankenwagen kam, ohne dass ich darum bitten musste. Nach sechs Stunden in der Notaufnahme und CT war klar, bis zur Hochzeit ist’s wieder gut: Gehirnerschütterung, Schleudertrauma, Blutergüsse, Schürfwunden. Das ist so glimpflich ausgegangen, weil ich einen Helm getragen habe. Das zersprungene Styropor-Ding liegt noch immer zu Hause, weil ich es nicht übers Herz bringe es wegzuwerfen. Ich bin ihm so dankbar. Als Memento Mori mag ich es aber eigentlich auch nicht behalten. Deshalb ist dieser Text auch ein Deal mit dem Universum: Ich mach Lobbyarbeit für den Helm und darf mich dafür seiner entledigen.

Also: Es stimmt, was alle sagen: Es geht so schnell. Es braucht keinen Laster, keinen angetrunkenen Raser, keine mehrspurige Straße und noch nicht einmal viel Verkehr. Man kann nicht mehr bremsen. Man kann nicht mehr abspringen. Man kann nicht den Kopf einziehen. Und dann kann man gar nichts mehr, noch nicht einmal fluchen oder peinlich berührt sein. Man kann nur einen Helm tragen.

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